ADS und ADHS

Die Homöopathie als ganzheitliche Heilmethode ist eine individuelle Therapie, welche das "auffällige Kind" als ganzheitliches Wesen betrachtet. Diese Therapie dient als Basistherapie. Durch homöopathische Medikamente werden dem Körper Impulse zur Selbstregulierung gegeben.

Ein homöopathisches Mittel wird für jedes Kind individuell nach seiner Konstitution, seinem Symptomenbild, und nach seiner erblichen Belastung verordnet. Es wirkt weder manipulierend noch substituierend, sondern lediglich regulierend.

Eine gesunde Ernährung ist der zweite Schritt zur Besserung des Beschwerdebildes. Durch verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten in meiner Praxis lassen sich Mängel in der Vitamin- oder Mineralstoffversorgung feststellen. Diese sollten dann ggf. ausgeglichen werden.

Weiterhin empfehle ich mit dem Thema Impfen kritischer umzugehen. Überlegen sie genau welche Impfung wann notwendig ist. Wägen sie Risiko und Nutzen ganz genau ab. Wenn ADS/ADHS nach einer Impfung auftritt, dann kann durch eine homöopathische Therapie relativ schnell eine Besserung der Beschwerden erreicht werden.

Eine ADS / ADHS-Therapie kann weiterhin sinnvoll durch Lern- und/oder Verhaltenstherapien unterstützt werden. Rituale sind für diese Kinder extrem wichtig! Der Tagesablauf sollte gut strukturiert sein. Wichtig sind gemeinsame Mahlzeiten, Vorlesen am Abend etc. und ausreichend sportliche Aktivitäten.

Eine Buchempfehlung: Kinder brauchen Grenzen von dem Hamburger Familientherapeuten Jan Uwe Rogge.

Die Problematik der schulmedizinischen Behandlung von ADS / ADHS

Immer mehr Kinder zeigen in der Schule Auffälligkeiten. Sie können sich schlecht konzentrieren oder haben Probleme über längere Zeit dem Unterricht zu folgen.

Das Beschwerdebild des hyperaktiven Kindes ist nichts Neues. Wir kennen es längst aus Struwwelpeter: "Zappelphilipp". Das Bild des ADS-Kindes kennen wir ebenso aus Wilhelm Buschs Geschichte vom "Hans guck in die Luft".

Seit einigen Jahren gibt es Beruhigungsmittel/Psychopharmaka auf dem Markt die den sogenannten Zappelphilipp bändigen. Die Wirkung solcher Psychopharmaka ist meist erstaunlich gut. Unruhige Kinder werden schnell zu pflegeleichten ruhigen Kindern. Die verträumten sind wieder konzentrierter im Unterricht dabei.

Es dauerte nicht lange bis vor einigen Jahren die Pharmaindustrie mit der Behandlung dieser Kinder einen lukrativen Markt entdeckt hat. Laut verschiedener Statistiken ist die Verschreibung seit 1990 um 500% gestiegen. Es kursieren Zahlen im Netz wonach 7-10% der Schulkinder bereits täglich Wirkstoffe wie z. B. Methylphenidat oder ähnliche Wirkstoffe zu sich nehmen.

Meine Buchempfehlung: Die Krankheitserfinder von Jörg Blech

Seitdem derartige Medikamente wie Ritalin, Concert, Equasym, Medikinet etc. auf dem Markt sind, mahnen verantwortungsvolle Ärzte und Heilpraktiker vor deren Nebenwirkungen.

Methylphenidat ist ein Abkömmling des Amphetamins. Es ist ein Medikament der Psychopharmaka-Sparte und gehört zu den so genannten Stimulantien. Methylphenidat wirkt in dem es unter anderem die Konzentration der Nervenbotenstoffe Dopamin und Noradrenalin im Gehirn erhöht. Dies bewirkt eine erhöhte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, steuert die Impulsivität und den Antrieb.

Doch nun hat diese Medikation wie so viele Medikamente auch eine Kehrseite der Medaille. Ärzte, die Ritalin o. ä. Medikamente verordnen weisen (so sollte es jedenfalls es sein) die Patienten auch auf die Gefahren hin. Sie raten Ihren Patienten in halbjährlichen Abständen zu folgenden Kontrolluntersuchungen:

• Blutdruck und Puls sind bei jeder Dosisanpassung und danach mindestens alle 6 Monate zu erfassen

• Größe, Gewicht und Appetit sind mindestens alle 6 Monate anhand eines Wachstumsdiagramms zu erfassen

• Entwicklung neuer/Verschlechterung vorbestehender psychiatrischer Störungen sind bei jeder Dosisanpassung und danach mindestens alle 6 Monate und bei jeder Untersuchung zu fassen.

• Leberwerte sind halbjährlich zu kontrollieren.

In einer Langzeitstudie haben Forscher eine deutliche Veränderung im Hirnstoffwechsel durch Ritalin-Einnahme festgestellt. Bei erwachsenen ADHS-Patienten zeigte sich eine Zunahme des Eiweißes, das durch das Medikament eigentlich gehemmt werden soll. Die dauerhafte Einnahme des ADHS-Medikaments Ritalin kann den Hirnstoffwechsel deutlich verändern:

Wie US-Forscher in einer Studie an Erwachsenen nachwiesen, bewirkt das Stimulans Ritalin im Belohnungszentrum eine Zunahme jenes Eiweißes, dessen Wirkung es eigentlich hemmen soll. Dies deute darauf hin, dass mit der Zeit eine Toleranz gegen das Mittel entstehe, mahnten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift PLOS ONE. Das Absetzen der Arznei würde demnach die Symptomatik verstärken. Laut Focus online: Zitat von 2013:

Die häufigsten Nebenwirkungen die ich in meiner langjährigen Praxistätigkeit bei Methylphenidat beobachten musste sind: Ein vermindertes Hungergefühl mit Heißhungerattacken, wenn die Wirkung des Medikamentes nachlässt. Neigung zu Weinerlichkeit, nervöse Zuckungen (Tics), allergische Reaktionen, Magen- Darmstörungen, Wachstumsverzögerungen, Wesensveränderungen…

Ich persönlich stelle mir die Frage, ob es notwendig ist, derartige Medikamente so häufig (leider oft zu leichtfertig) zu verschreiben. Es scheint mir als wenn Kinder immer häufiger diese Betäubungsmittel verordnet bekommen um besser in das desolate Schulsystem zu passen (30 Kinder und mehr in einer Klasse). Das ist sicherlich nicht generell so, aber dieser Eindruck entsteht immer häufiger. Es scheint einfacher, unruhige bzw. verhaltensauffällige Kinder mit Medikamenten anpassungsfähig zu machen, als das Schulsystem zu ändern!!! Wenn wir unsere Kinder so manipulieren, dass alle angepasst und unauffällig sind, dann haben wir doch deutlich weniger Probleme in den Schulen. Ich frage mich allerdings ob es ethisch vertretbar ist die Kinder in dieser Weise medikamentös zu manipulieren.

Wird die Pharmaindustrie irgendwann vielleicht auch Medikamente für zu blonde, zu lustige, zu ehrgeizige oder zu stark pigmentierte Kinder auf den Markt bringen? Wie gut das es auch hyperaktive Menschen gibt, Denken sie hier nur an den ADHS`ler der als Manger, Börsenmakler etc. arbeitet. Bei ADS fallen mir spontan Berufe wie Maler, Bildhauer, Schriftsteller ein.

Ursachen für ADS/ADHS:

Es gibt bis heute keine wissenschaftlich nachweisbare Ursache! Diskutiert werden seit Jahren diverse Gründe wie z.B.: Genetische Veranlagungen. Stoffwechselstörungen, Ungleichgewicht der körpereigenen Botenstoffe wie Dopamin, Serotonin und Noradrenalin, Impfungen, Nahrungsmittelzusatzstoffe (Farb- und Konservierungsstoffe, Phosphate, Glutamat etc..), Reizüberflutung, Erziehung ohne Regeln und Grenzen, mangelnde Aufmerksamkeit seitens der Eltern, Mineralstoff- oder Vitaminmangel (z.B. Vitamin D3, Magnesium, Zink etc…), Wir sollten bedenken, dass die Kinder immer mehr Impfungen bekommen; (in der Zeit in der das kindliche Gehirn in seiner größten Entwicklung steht). Außerdem werden unseren Nahrungsmitteln seit Jahren immer mehr Zusatzstoffe beigemischt, deren Auswirkungen überhaupt nicht ausreichend erforscht sind. Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Stoffen werden selten überprüft. Der hohe Verzehr von Zucker und Phosphaten (= nahezu in allen Fertiggerichten, Kuchen, in fast jeder Wurst und in Cola) ist nachweislich dafür bekannt, eine Hyperaktivität zu fördern. Aspartam ein Zuckeraustauschstoff (in fast allen zuckerfreien Getränken und Süßigkeiten wie Kaugummis etc. enthalten), ist dafür bekannt, dass er Schäden am menschlichen Gehirn verursachen kann. Aspartam soll für 90 verschiedene Krankheitsbilder mitverantwortlich sein unter anderem MS, Parkinson etc.

Wir können unsere Kinder auch mit frischen Nahrungsmitteln, welche nicht industriell verarbeitet wurden ernähren. Gesundes Essen kann auch schmecken!

Wenn wir als Eltern es unseren Kindern richtig vorleben, werden sie es nachmachen.

In meiner langjährigen Praxistätigkeit konnte ich immer wieder beobachten, welchen positiven Effekt eine gesunde Ernährung auf ADS und ADHS hat. Allein durch die Zufuhr bestimmter Spurenelemente wie z.B. Zink, Eisen, Magnesium etc. sowie eine ausreichende Vitaminversorgung (vorrangig Vitamin D3) kann sich das Beschwerdebild erheblich verbessern.

Ebenso positiv wirken ein eingeschränkter Medienkonsum und ausreichend Schlaf.

Vermeidung von Elektrosmog im Kinderzimmer (z.B. Handy) muss in einer ganzheitlichen ADHS/ADS-Therapie mit eingebunden werden.

Abschließend noch ein Beispiel aus meinem Praxis-Alltag:

Eine Mutter, die einen meiner Vorträge zum Thema ADS/ADHS besuchte, erzählte am nächsten Morgen Ihrer 8-jährigen Tochter von der homöopathischen Behandlung. Sie fragte die Tochter ob sie die Tabletten, die sie seit 3 Monaten einnahm (Wirkstoff Methylphenidat) einmal weglassen wolle. Daraufhin schaute die Tochter sie an und sagte: "Ja Mama, vielleicht kann ich dann auch endlich wieder lachen“. Die Mutter rief mich daraufhin an und vereinbarte einen Termin. Sie war geschockt und traurig über die Antwort ihrer Tochter. Es war ihr gar nicht aufgefallen wie das Medikament die Psyche ihrer Tochter bereits beeinflusst hatte. Erst als sie darüber nachdachte, viel ihr auf, dass die Tochter ihre frühere Fröhlichkeit in den letzten Monaten verloren hatte. Außerdem klagte die Tochter vermehrt über Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit seit der Einnahme von Methylphenidat. Unter der homöopathischen Behandlung wurde das Methylphenidat langsam reduziert und nach 8 Wochen komplett abgesetzt. Es wurde meines Wissens auch nie wieder benötigt.

© 2020 by Carmen Winkelmann Heilpraxis Landshut